Der Betrugsvorwurf, ich kann nicht länger schweigen.
Was mir bei der Lektüre der Dossier-Unterlagen immer wieder auffällt: Es geht nicht um Einzelfälle. Es geht, aus meiner Sicht, um ein System.

Es fällt mir nicht leicht, dieses Wort in die Überschrift zu setzen. „Betrug" ist ein hartes Wort, ein Straftatbestand, kein Kaffeetischgerede. Aber genau deshalb schreibe ich es hier so hin, wie ich es empfinde: Ich halte die im Dossier zusammengetragenen Vorwürfe für schwerwiegend genug, um sie öffentlich beim Namen zu nennen.
Ein Muster, das sich wiederholt
Wenn ich die Berichte im Dossier durchgehe, sehe ich in meiner Wahrnehmung eine ganz ähnliche Choreografie: Zuerst großes Vertrauen, dann Versprechen, dann ausbleibende Gegenleistung. Am Ende stehen Menschen da, die sich , wieder nach meiner Lesart, getäuscht fühlen und um ihr Geld, ihre Zeit oder ihren Ruf fürchten.
Das ist keine Ferndiagnose eines einzelnen Vorgangs, sondern der Eindruck, den die Summe der dokumentierten Fälle bei mir hinterlässt.
Warum es mich persönlich trifft
Ich bin in Landsberg zu Hause, ich kenne kleine Unternehmer, ehrliche Netzwerker, Menschen, die sich abrackern. Wenn jemand, so mein Eindruck , die Sprache genau dieser Community benutzt, um sie zugleich zu schädigen, dann bekommt das für mich eine Dimension, die weit über Recht und Paragrafen hinausgeht. Es geht um Vertrauen. Und Vertrauen ist die einzige Währung, die man in einer Gemeinschaft nicht ersetzen kann.
Deshalb schreibe ich. Nicht, um zu urteilen, das ist Aufgabe der Gerichte. Sondern, um nicht wegzuschauen.
Hinweis: Alle Aussagen dieses Beitrags sind persönliche Meinungsäußerungen im Sinne von Art. 5 GG. Für Thomas Bremer gilt die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht rechtskräftig entschieden hat.