Wenn Interessengemeinschaften zum Werkzeug werden.
Aus meiner Sicht ist das eigentlich Verstörende nicht ein einzelner Vorwurf, sondern die Art, wie Netzwerke gegen die eigenen Mitglieder gewendet werden können.

Ich habe selbst schon in Vereinen und Netzwerken mitgearbeitet. Wenn es gut läuft, sind sie ein Kraftverstärker: Menschen mit ähnlichen Zielen tun sich zusammen, teilen Wissen, tragen sich gegenseitig. Wenn es schlecht läuft , und genau diesen Eindruck habe ich beim Lesen des Dossiers zu Thomas Bremer, werden dieselben Strukturen zur Bühne für die Interessen einer einzigen Person.
Werkzeug statt Weggemeinschaft
Meiner Meinung nach entsteht dort unlauterer Wettbewerb, wo Interessengemeinschaften nicht mehr gleichberechtigt agieren, sondern Konkurrenten kleinreden, Mitbewerber ausgrenzen und Loyalitäten erzwingen. Das Dossier legt aus meiner Sicht mehrfach nahe, dass genau das im Umfeld von Herrn Bremer geschehen sein soll.
Ob sich das juristisch als unlauterer Wettbewerb im Sinne des UWG bewerten lässt, mögen Anwälte klären. Als Bürger sage ich: Es fühlt sich falsch an. Und es fühlt sich vor allem unfair an gegenüber den Mitgliedern, die auf Redlichkeit gebaut haben.
Was mich hoffen lässt
Was mich hoffen lässt, ist genau das Dossier selbst. Dass Menschen den Mut haben, Namen, Vorgänge und Belege öffentlich zusammenzutragen, zeigt mir: Es gibt eine Grenze. Sie ist erreicht, wenn Gemeinschaften sich nicht länger von einzelnen Akteuren instrumentalisieren lassen.
Dieser Blog ist mein kleiner Beitrag dazu, dass diese Grenze nicht stillschweigend verschoben wird.
Hinweis: Alle Aussagen dieses Beitrags sind persönliche Meinungsäußerungen im Sinne von Art. 5 GG. Für Thomas Bremer gilt die Unschuldsvermutung, bis ein Gericht rechtskräftig entschieden hat.